FAKT kompakt 02/2025

KEEP Netzwerk Klimaschutz und EnergieEffizienz für Pflegeheime Vor rund zwei Jahren ging das KEEPNetzwerk mit zehn Mitgliedern aus stationären Pflegeeinrichtungen aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland an den Start. Initiator und Träger des Netzwerks ist Pro Pflege Südwest mit Harald Kilian, Moderatorin Silvia Goergen und Energieberater Peter Wünsch. Das Netzwerk hat sich zum Ziel gesetzt, rund 525 Megawattstunden Energie jedes Jahr einzusparen, wenn die anvisierten Maßnahmen erfolgreich umgesetzt werden. Ein gutes Jahr bleibt den Mitgliedern dafür noch Zeit, dieses ambitionierte Ziel zu erreichen. Silvia Goergen sieht das Netzwerk auf einem guten Weg, selbst wenn nicht jede geplante Maßnahme letztendlich umgesetzt werde. Zu unterschiedlich seien manchmal die Voraussetzungen bei den jeweiligen Mitgliedern für Investitionen. Hinzu kämen die allgemeine unsichere Wirtschaftslage sowie eine Reihe von Änderungen zum Beispiel bei Richtlinien, Gesetzen, Auflagen oder Förderungen. Trotzdem hält sie 80 bis 90 Prozent Energieeinsparung bei den geplanten Zielen nach drei bis vier Jahren für machbar. Ein Erfolg, den sich die Mitglieder, Träger, Moderatorin und Energieberater auf ihre Fahnen schreiben können. Schließlich geht es im Netzwerk um Erfahrungsaustausch, um gegenseioder stecken mittendrin im Umsetzungsprozess. Aktuell gibt es im Saarland zwei eingetragene unter der IEEKN-gelistete Netzwerke und ein kommunales Energieeffizienz-Netzwerk: Das Kommunale Klimaschutz Netzwerk im Landkreis Neunkirchen unter Federführung der ARGE SOLAR e. V., E.E.f.I. 2.0 EnergieEffizienz für die Industrie unter dem Träger VSU e. V. und KEEP Netzwerk Klimaschutz und EnergieEffizienz für Pflegeheime unter der Trägerschaft Pro Pflege Südwest e.V.. Die Moderation der unter der IEEKN laufenden Netzwerke hat das Ingenieurbüro Silvia Goergen übernommen, die seit Beginn der Netzwerkinitiative eingetragene Energieeffizienznetzwerke im Saarland betreut. Silvia Goergen ist auch Kooperationspartnerin für das Saarland (Geschäftsstelle DENA) und Mitglied in der AGEEN (Arbeitsgemeinschaft für EnergieeffizienzNetzwerke). Rund 400 Netzwerke unterschiedlicher Branchen haben sich seitdem deutschlandweit gegründet, ihre Arbeit aufgenommen, Maßnahmen bereits durchgeführt, neue Ideen entwickelt und freiwillig fortgeführt Von anderen lernen Auf den Punkt gebracht. Infos der FAMIS-Gruppe. FAKTkompakt #2/2025 tige Unterstützung und um best practice nach dem Motto „was kann ich von anderen lernen“. Hoch im Kurs stehen im KEEP die Themen Innendämmung, Fensterisolierung mit Folien, Photovoltaik, Wärmeversorgung, insbesondere der hydraulische Abgleich bei Heizungsanlagen, sowie Warmwasserbereitung, Temperierung und Klimatisierung der Räumlichkeiten. Das haben die ersten zwei Jahre der Zusammenarbeit im Netzwerk gezeigt. Energieverbräuche senken und dadurch Energiekosten sparen kommt im Zeitalter hoher Energiepreise große Bedeutung zu. Neben möglichen Wettbewerbsvorteilen zeigen die Mitglieder ihr gesellschaftspolitisches Engagement im Rahmen von mehr Klima- und Umweltschutz auf. Allein die Beschäftigung mit Energiethemen im eigenen Unternehmen wie Energieanalysen und Planung von Effizienz-Maßnahmen sorgen für eine bessere Energietransparenz. Erfahrungen aus bereits abgeschlossenen Projekten von Netzwerken haben gezeigt, dass Netzwerkunternehmen ihre Energieeffizienz deutlich schneller steigern als Nichtmitglieder. Alles gute Gründe, sich einem Energieeffizienz-Netzwerk schnellstmöglich anzuschließen. Beim Klima- und Umweltschutz kommt der Energieeffizienz große Bedeutung zu. Im Rahmen des Nationalen Aktionsplans Energieeffizienz (NAPE) sollen Netzwerke dabei helfen, Energieeinsparungen in Industrie, Handwerk, Handel, Gewerbe, Energiewirtschaft und öffentlichen Einrichtungen zu identifizieren und umzusetzen. Darauf verständigten sich vor rund zehn Jahren die Bundesregierung, führende Verbände und Organisationen der deutschen Wirtschaft. Bis zu 75 Petajoule Primärenergie bzw. 5 Millionen Tonnen Treibhausgasemissionen sollten mit den Energieeffizienz-Netzwerken eingespart werden. In dieser Ausgabe Projekte: • Nahwärme für Perl-Borg • „THE SQUAIRE“ am Frankfurter Flughafen elektrisiert • Modernste Energietechnik für die Jüngsten Kunde: • Schwesternverband: Partnerschaft trägt Früchte Trends: • Von effizienter Energiespeicherung profitieren Mitglieder des KEEP Netzwerk Klimaschutz und EnergieEffizienz für Pflegeheime. Stiftung Saarbrücker Altenwohnstift setzt auf FAMIS Die Stiftung Saarbrücker Altenwohnstift setzt auf regenerative Energien: Nach dem Egon-Reinert-Haus in Saarbrücken zapft künftig auch das Wohnstift Reppersberg die Sonne an und nutzt zudem Umweltwärme mittels einer Großwärmepumpe. Mit im Boot für beide Häuser ist der langjährige Energiedienstleister FAMIS. Die gemeinnützige Stiftung ist Mitglied im KEEP Netzwerk Klimaschutz und EnergieEffizienz für Pflegeheime. Weitere Infos: tobias.speicher@famis-gmbh.de Foto: Pflegeheim Myosotis

2 FAKT kompakt Nachgefragt zum Energieeffizienz-Netzwerk bei Silvia Goergen Frau Goergen: Was sind die Voraussetzungen zur Gründung eines Energieeffizienz-Netzwerks? Es sollen sich mindestens fünf, maximal 15 Mitglieder zu einem moderierten Netzwerk auf Zeit zusammenfinden, um eine optimale Arbeit und einen entsprechenden Erfahrungsaustausch zu gewährleisten. Zudem bedarf es eines Trägers und einer Moderatorin. Beide arbeiten Hand in Hand, sprechen sich ab und bringen die Mitglieder in mindestens drei Präsenztreffen zusammen und bei Bedarf wie aktuellen Änderungen auch in Online-Konferenzen. Während zurzeit kommunale Netzwerke Förderungen erhalten können, finanzieren sich die Netzwerke unter der IEEKN in erster Linie freiwillig über Netzwerkbeiträge während der Laufzeit. Projekte Der Ortsteil Borg der Gemeinde Perl könnte zu einem großen Teil mit Nahwärme versorgt werden und damit Energie-Autarkie und EnergieEffizienz deutlich nach vorne bringen. Die künftige Wärme stammt aus einer nahe gelegenen Biogasanlage, die Strom und Wärme aus Biomasse bzw. Gülle erzeugt. Die bestehende Anlage könnte in einem zweiten Schritt sogar erweitert werden. Die überschüssige Wärme, quasi ein Abfallprodukt, wird in ein noch zu bauendes Nahwärmenetz eingespeist. FAMIS hat das Netz bereits vorgeplant und in zwei Bürgerversammlungen sowie Die Bau AG hat FAMIS mit einer Machbarkeitsstudie nach BEW (Bundesförderung für effiziente Wärmenetze) beauftragt, um das Wohnviertel Sonnenberg in Kaiserslautern komplett mit regenerativen Energien zu versorgen. Das Unternehmen ist seit Jahrzehnten größter Anbieter von Mietwohnungen am lokalen Wohnungsmarkt in Kaiserslautern und hat derzeit über 5.000 Wohnungen im Bestand. Laut Angaben des Wohnungsdienstleisters sollen in diesem Jahr auf dem Sonnenberg rund 3,1 Millionen Euro investiert werden. Geplant sind eine grundlegende Sanierung der 160 Wohnungen und eine zukünftige Wärmeversorgung mittels Wärmepumpen. Dafür muss ein Nahwärmein Ratssitzungen der Gemeinde das Gesamtprojekt vorgestellt. Die Vorteile für alle Beteiligten liegen auf der Hand: Der Betreiber der Biogasanlage erhält eine langjährige staatlich garantierte Anschlussvergütung nach EEG; die Nahwärmekunden können viele Jahre mit einem konstanten Preis rechnen. Aller guten Dinge sind also drei: Autarkie, Umweltnutzen und Preisstabilität sprechen klar für eine Nahwärmeversorgung in Perl-Borg. Weitere Infos: jan.fehlhaber@famis-gmbh.de netz aufgebaut werden, um die sechs Wohngebäude mit dem Heizgebäude zu verbinden, in dem nach und nach drei Wärmepumpen eingebaut werden. Derzeit werden die Wohnungen dezentral über Gasetagenheizungen oder Gaseinzelöfen versorgt. Im Zuge der Sanierung des Sonnenbergs, die insgesamt sechs Jahre andauern wird, werden die Dächer erneuert und mit Photovoltaikanlagen ausgestattet. Zudem werden die Fenster ausgetauscht und die Fassaden, obersten Geschossdecken und Kellerdecken gedämmt. Nach dieser Sanierung wird die Außenanlage neu angelegt. Weitere Infos: www.bau-ag-kl.de jan.fehlhaber@famis-gmbh.de Foto: Armin Neidhardt Wie funktioniert konkret die Projektarbeit? Der Bekanntheitsgrad von Energieeffizienz-Netzwerken ist unterschiedlich ausgeprägt – von bekannt bis vollkommen unbekannt. Erschwerend kommt hinzu, dass sich die Mitglieder zum großen Teil noch nie ernsthaft mit dem Thema Energieeffizienz auseinandergesetzt haben, da es überhaupt nicht zu ihrem Kerngeschäft gehört. Das ist ein wesentlicher Grund, warum im KEEP alle Mitglieder eine umfassende Energieberatung in Anspruch genommen haben. Wie und was für Maßnahmen mit welchem Partner letztendlich umgesetzt werden, obliegt den Mitgliedsunternehmen natürlich selbst. So hat der Energiedienstleister FAMIS zum Beispiel mit dem Netzwerkmitglied Stiftung Saarbrücker Altenwohnstift die Photovoltaikanlagen geplant und umgesetzt. Wichtig ist es, die gemachten Erfahrungen im Netzwerk weiterzugeben und sich auszutauschen. Die Mitarbeit im Netzwerk ist grundsätzlich auf freiwilliger Basis angelegt. Aber die Mitglieder müssen ihre Energiedaten zur Verfügung stellen und das Energiemonitoring ernsthaft verfolgen. Sonst sind detaillierte Planungen und Vergleiche nur schwer möglich. Zudem gibt es einen Austausch unter den Trägern, Moderatoren und Energieberatern vergleichbarer Netzwerke auf Bundesebene mit Unterstützung der Deutschen Energieagentur. Damit ist ein Informations- und Erfahrungsaustausch auf allen Ebenen gewährleistet, wovon alle Mitglieder profitieren. Folgende Vorteile können Teilnehmer von eingetragenen Netzwerken ebenfalls in Anspruch nehmen: Höhere Förderquoten (z. B. BAFA Modul 5), Priorisierte Antragsprüfung (KfW, EnFG), Steuerliche Entlastung (§7g EStG, Sonder-AfA), vereinfachte Compliance (Energieauditpflicht), Zugang zu exklusiven EU-Programmen. Der Anspruch muss pro Teilnehmer explizit geprüft werden. Welche Energietrends in der Pflegebranche sind zu erwarten? Das KEEP Netzwerk ist auf drei Jahre festgelegt. Eine freiwillige Fortführung ist möglich und wird bereits in verschiedenen Branchen praktiziert. Das zeigt, dass Netzwerke ihre Ziele erreicht haben und weiteres EffizienzPotenzial erwartet wird. Klima- und Umweltschutz einhergehend mit Energieeffizienz-Maßnahmen sind Dauerthemen, aber ein großer Trend in der Pflegebranche ist sicherlich der Bereich Zubereitung von Speisen, zum Beispiel in Großküchen oder mobile Essensversorgung. Da steckt nach Ansicht von Fachleuten und einer durchgeführten Studie der Pro Pflege Südwest jede Menge EnergieeinsparPotenzial drin. Nahwärme für Perl-Borg Energieeffizienz geplant Aller guten Dinge sind drei Foto: FAMIS Foto: adobestock

FAKT kompakt 3 Kunden Der Schwesternverband setzt bei Block-Heizkraftwerken (BHKW) weiter auf das Know-how des Energiedienstleisters FAMIS. Im „Haus Hubwald“ in Eppelborn-Habach führte FAMIS ein so genanntes Repowering durch und ersetzte das alte BHKW gegen ein neues und effizientes BHKW mit einer Leistung von 50 kW elektrisch und 81 kW thermisch. Das neue BHKW wurde im Frühjahr in Betrieb genommen. Zum Zuge kommt ein Energie-Contracting-Modell: FAMIS hat Planung, Bau und Finanzierung übernommen und kümmert sich um die Services vor Ort wie Wartung oder Instandhaltungsarbeiten, für den täglichen Betrieb inklusive der Gebäudeleittechnik ist der Schwesternverband verantwortlich. Die BHKW-Anlage dient in erster Linie zur Deckung der Grundlast für Heizung und Warmwasserbereitung im „Haus Hubwald“; der erzeugte Strom wird in der Regel selbst verbraucht. Das Erdgas betriebene BHKW erzielt einen Wirkungsgrad von 98 Prozent. Zur Abdeckung der Spitzenlast dienen zwei Erdgas-Kessel. Die VSE-Gruppe mit FAMIS und energis als Energievorlieferant und den Schwesternverband verbindet eine langjährige partnerschaftliche Zusammenarbeit. So arbeiten die Partnerschaft trägt Früchte Neues Block-Heizkraftwerk in Betrieb genommen Partner in verschiedenen Einrichtungen im Saarland, zum Beispiel in Freisen-Oberkirchen, in IllingenUchtelfangen oder in Merzig gemeinsam mit den dortigen Stadtwerken, in der nachhaltigen Wärmeversorgung Hand in Hand – eine auf Zukunft angelegte Partnerschaft, die zunehmend Früchte trägt. Weitere Infos: jan.fehlhaber@famis-gmbh.de Der Schwesternverband mit Geschäftssitz in Ottweiler wurde 1958 als Verein gegründet und ist heute ein modernes, überkonfessionell tätiges, sozialwirtschaftliches Unternehmen mit über 4.100 Mitarbeiter*innen, das in fünf Bundesländern alte oder behinderte Menschen ambulant oder stationär pflegt, betreut und fördert sowie mittlerweile drei Kindertagesstätten betreibt. Seit rund 15 Jahren verfolgt der Schwesternverband die Strategie, gemeinsam mit Kommunen und Partnern in ländlichen Bereichen heimatnahe Versorgungnetze aus Betreuung, Wohnen und Pflege für ältere Menschen sowie für Menschen mit Beeinträchtigung einzurichten und sich zukunftsfest aufzustellen. Damit ältere Menschen so lange wie möglich selbstbestimmt in den eigenen vier Wänden leben können, kommt der ambulanten Pflege große Bedeutung zu. Inzwischen gibt es zehn ambulante Pflegedienste und neben den 28 stationären Einrichtungen für Senioren bereits acht teilstationäre Einrichtungen der Tagespflege. Hinzu kommen stationäre Einrichtungen für Menschen mit Beeinträchtigungen sowie weitere Wohngruppen und ambulante Betreuungsangebote in diesem Bereich. Das Thema Ausbildung spielt beim Schwesternverband seit jeher eine wichtige Rolle, denn die Idee, junge Menschen für den Pflegeberuf zu qualifizieren, stand am Beginn der Gründung des Schwesternverbandes. So unterhält der Schwesternverband drei eigene Bildungsinstitute, die junge Menschen ausbilden und Mitarbeiter*innen sowie extern Interessierte, überwiegend aus der Pflege, fort- und weiterbilden. Mittlerweile hat sich der Schwesternverband mit seinen Häusern und Dienstleistungen zu einem wichtigen Anbieter in der Betreuung von Senioren und Menschen mit Beeinträchtigungen entwickelt. Standorte befinden sich vor allem im Saarland und in Rheinland-Pfalz, aber auch in Baden-Württemberg, Sachsen-Anhalt und in Nordrhein-Westfalen. Stolz ist der Verband zudem auf seine dezentrale und wirtschaftliche Organisationsstruktur inklusive der Zusammenarbeit im Verbund. Zahlreiche anfallende Dienste und Services wickeln die eigenen Tochtergesellschaften des Schwesternverbands ab. Weitere Infos: www.schwesternverband.de Markus Haßler und Christian Hesse (r.) vom Schwesternverband vor dem neuen BHKW im Haus Hubwald. Der Schwesternverband Drei Fragen an Christian Hesse Leiter der Abteilung Facility Management mit über 60 Mitarbeiterr*innen beim Schwesternverband und EnergiemanagementbeauftragterWarum ist im „Haus Hubwald“ der Einsatz eines BHKWs am sinnvollsten? Im „Haus Hubwald“ betreuen wir über 200 Menschen mit geistiger Beeinträchtigung und psychischen Erkrankungen. Die Komplexität dieser Liegenschaft hat gezeigt, dass in punkto Bereitstellung von Strom und Wärme für Heizung und vor allem Brauchwasser ein BHKW auch für die kommenden Jahre sehr geeignet ist. Natürlich haben wir im Vorfeld den Einsatz von Wärmepumpen oder regenerativen Energien geprüft. Auf Grund der unterschiedlichen Alter der verschiedenen Gebäudeteile besteht zurzeit noch ein hoher Energiebedarf vor allem für die Brauchwassererzeugung. Der Einsatz eines neuen BHKWs wurde durch FAMIS berechnet und als wirtschaftlichste Variante für unseren Bedarf dargelegt. Welche Bedeutung hat das Thema Energieeffizienz? Das Thema hat einen großen Stellenwert bei uns, denn durch Investitionen in den Klima- und Umweltschutz sowie in Energieeffizienz-Maßnahmen senken wir die Betriebskosten und leisten unseren Beitrag zur Ressourcenschonung. Wir betreiben in fünf Bundesländern rund 40 vollstationäre Pflegeeinrichtungen. Wie funktioniert die Zusammenarbeit mit FAMIS? FAMIS verfügt über jede Menge praxiserprobtes Know-how vor allem im Bereich der innovativen Wärmeversorgung und bei regenerativen Energien. Die Nähe als technischer Partner vor Ort im Saarland ist ein weiterer Pluspunkt. Wichtig für uns ist eine faire, transparente und vor allem verlässliche Zusammenarbeit. Das ist bei FAMIS gegeben. Foto: Schwesternverband Foto: Armin Neidhardt

4 FAKT kompakt Im Rahmen eines Contracting-Modells plante und baute die FAMIS GmbH aus der VSE-Gruppe die EMobility-Ladeinfrastruktur. Errichtet wurden die Ladeboxen vom saarländischen Unternehmen A & F Elektro-Technik GmbH aus Theley. Die E.ON Drive GmbH übernimmt im Auftrag der FAMIS die kaufmännische Betriebsführung. Zudem stellt das für e-Mobility zuständige Unternehmen des E.ON-Konzerns technische Komponenten wie das GridX- und das Backend-System bereit. Der Aufbau der e-Ladeinfrastruktur gilt als ein Musterprojekt und Leuchtturm in der konzernübergreifenden Zusammenarbeit und Arbeitsteilung der E.ON. Der ErstDurchgestartet „THE SQUAIRE“ am Frankfurter Flughafen elektrisiert Reporting hält FAMIS eine 24/7 Servicehotline vor. Zur kaufmännischen Betriebsführung der E.ON Drive zählen der Backend-Betrieb, die Abrechnung, die online-Systemüberwachung sowie die Fernbedienung des dynamischen Lastmanagements. Über die Auswertung der Ladevorgänge realisiert FAMIS ein Monitoring, das zeitnah über die Entwicklung und das Ladeverhalten der Ladekunden informiert. Vorzeigeimmobilie Das „THE SQUAIRE“ gehört zu den markantesten Bürogebäuden in Deutschland mit einer Top-Verkehrsanbindung. Die Immobilie ist 660 Meter lang, 65 Meter breit sowie 45 Meter hoch und hat elf Stockwerke. Auf einer Gesamtmietfläche von rund 140.000 Quadratmetern vereint sie hochwertige Büro-, Einzelhandels-, Hotel- und Gastronomieflächen. Weitere Infos: michael.sautter@famis-gmbh.de kontakt zu Sonar Real Estate als vom Eigentümer beauftragten Asset Manager der Immobilie an FAMIS erfolgte über das EIS (energy infrastructure solutions) Segment, über dessen deutschlandweite Vernetzung immer der möglichst beste Knowhow-Träger in regionaler Nähe zum Kunden geführt wird. Im Detail Bei der e-Ladeinfrastruktur kommt ein so genanntes dynamisches Lastmanagement zum Einsatz, d. h. der Eingangsstrom wird überwacht und regelt je nach Bedarf den Ladestrombezug zu den E-Fahrzeugen. Damit kann die Ladekapazität effizient gesteuert und erhöht werden. Im Rahmen des Contractings übernimmt FAMIS u. a. die technische Betriebsführung der e-Ladeinfrastruktur. Dazu zählen Inspektion und Wartung sowie Instandsetzung und gegebenenfalls die Störungsbeseitigung. Neben dem monatlichen Projekte Foto: Michelle McCarty Einstecken und losladen – die wohl bekannteste Gewerbeimmobilie Deutschlands „THE SQUAIRE“ am Frankfurter Flughafen startete am 25. März nach rund vierwöchigem Probelauf erfolgreich in ein neues e-mobiles Zeitalter. Den Startschuss für die offizielle Inbetriebnahme der neuen e-Ladeinfrastruktur gaben gemeinsam der Auftraggeber Sonar Real Estate aus Hamburg, der Energiedienstleister FAMIS aus Saarbrücken sowie der Projektpartner E.ON Drive aus Essen. Damit stehen in einem ersten Schritt 40 Ladeboxen mit 80 Ladepunkten für Elektro-Autos zur Verfügung. Wenn sich die Auslastung wie geplant entwickelt, ist im Rahmen einer zweiten Ausbaustufe eine Aufstockung um weitere 35 Ladeboxen respektive 70 Ladepunkte vorgesehen. Zur Strom- und Wärmeversorgung im Hellbergbad der Gemeinde Eppelborn trägt künftig ein BHKW bei. Es hat eine Leistung von 50 kW elektrisch und 81 kW thermisch. Planung, Bau und Betrieb hat der Energiedienstleister FAMIS im Rahmen eines Energiecontractings übernommen. Das Hallenbad wurde nach rund 30 Jahren grundlegend saniert. Neben dem Bau eines BHKWs zählten dazu u. a. die Beleuchtung und Badewassertechnik. Das BHKW ist ein wichtiger Baustein im Gesamtprojekt „Hellbergstraße“ im Rahmen der partnerschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Gemeinde, Landkreis Neunkirchen und VSE-Gruppe. Seit fast 30 Jahren arbeiten die Partner in diesem Projekt zusammen bestehend aus Hellberghalle, Schwimmbad und Schulen samt Nebengebäuden. Weitere Infos: jan.fehlhaber@famis-gmbh.de Die Grundschule der Gemeinde Eppelborn und die Gemeinschaftsschule des Landkreises Neunkirchen sollen künftig mit einer Hochleistungswärmepumpe heiztechnisch versorgt werden. Den Planungsauftrag hat die FAMIS aus der VSEGruppe erhalten. Darauf haben sich die beiden Träger der Schulen geeinigt. Mindestens 65 Prozent des Wärmebedarfs könnten laut ersten Berechnungen mittels der Wärmepumpe mit einer Leistung von 128 kW gedeckt werden. Das zukunftsweisende Projekt gilt als ein Musterbeispiel in der interkommunalen Zusammenarbeit in der Wärmeversorgung. Weitere Infos: jan.fehlhaber@famis-gmbh.de Strom und Wärme für Hallenbad Eppelborn Interkommunale Zusammenarbeit David Bors (l.) von Sonar Real Estate und Michael Sautter von FAMIS. Foto: brainworks Foto: brainworks

Im Fokus steht neben der Verbesserung der Qualität und der Kapazitätserweiterung die energetische Sanierung. Das Gebäude soll Vorbildcharakter bzw. einen innovativen Charakter haben. Mit im Boot ist der Energiedienstleister FAMIS aus der VSE-Gruppe, der für den Erweiterungsbau die Planung für alle technischen Gewerke, Ausschreibung und Bauüberwachung übernommen hat. Zurzeit laufen die Bauarbeiten auf Hochtouren. Rund 40 Handwerker der verschiedenen Gewerke legen derzeit Hand an, damit das Gebäude im Spätsommer an die Gemeinde übergeben werden kann. Übrigens: Die Betriebe stammen alle aus den benachbarten Kommunen und belassen somit wichtige Wertschöpfung in der Region. tion aufeinander abgestimmt, Energieeffizienz stets im Blick. Ob Heizung, Klima, Sanitär oder Elektro inklusive Brandschutz und Netzwerktechnik, die Planung der technischen Gewerke aus einer Hand seitens FAMIS bringt viele Vorteile: Die 19 kW-Photovoltaikanlage auf dem Dach samt 7,3 kWh-Speicher, die mit einer Wärmepumpe betriebene Fußbodenheizung, präsenzgesteuerte LED-Beleuchtung, klimatechnisch gesteuerte Jalousien, Videosprechanlage und Zutrittskontrolle, Brand- und Blitzschutz, behindertengerechter Aufzug … in der neuen KiTa werden Nachhaltigkeit und Energieeffizienz sowie Komfort und Sicherheit großgeschrieben. Nicht genutzte regenerative Energie kann sogar im Bestandsgebäude direkt nebenan bei Bedarf eingesetzt werden. Eben ein Gebäude mit Innovationscharakter. Der Energiedienstleister FAMIS als Planer hat zudem energis mit an Bord geholt, zum Beispiel für die künftig deutlich höhere benötigte Leistung, die den Bau einer komplett neuen Niederspannungshauptverteilung erforderte. FAMIS-Projektleiter Tobias Schaefer zeigt sich überzeugt, dass die ersten Kinder im Herbst in das neue energieeffiziente Gebäude einziehen können. Anschließend stehen noch Planung und Umsetzung der neuen Küche auf dem Programm. Weitere Infos: tobias.schaefer@famis-gmbh.de FAKT kompakt 5 Projekte Planung aus einer Hand Die eingebauten energietechnischen Anlagen sind auf dem modernsten Stand, feinsäuberlich in ihrer FunkFoto: Vitalis Mehr als fünf Millionen Solaranlagen in Betrieb Die Photovoltaik in Deutschland boomt: Bei der Bundesnetzagentur waren Anfang April 2025 mehr als fünf Millionen Solaranlagen registriert. Und die boomenden Balkonkraftwerke steuern auf eine Millionen zu: Ende 2024 waren 870.000 Anlagen registriert und inzwischen seien schon wieder über 80.000 Neuanlagen hinzugekommen, heißt es beim Bundesverband der Solarwirtschaft. Mittlerweile beträgt die installierte Solarstromleistung rund 104 Gigawatt. Rund 38 Prozent davon auf Dächern von Eigenheimen, rund 29 Prozent auf Firmendächern, 32 Prozent auf Freiflächen und knapp ein Prozent an Balkonen. Im vergangenen Jahr seien rund 17 Gigawatt hinzugekommen. 104 Gigawatt Leistung entspricht der Kapazität von 104 großen Kohlekraftwerken, die allerdings unabhängig von Tageszeit und Wetter Strom produzieren können. Mittlerweile decken Solaranlagen nach Angaben des Verbands knapp 15 Prozent des heimischen Strombedarfs. ZAHL des Monats Im Spätsommer ist es soweit: Dann steht in Marpingen-­ Alsweiler eine der größten und sicher auch modernsten kommunalen Kinderbetreuungseinrichtungen im Saarland vollumfänglich zur Verfügung. Mit der Fertigstellung des Neubaus steigt die Zahl der Kindertagesplätze von 180 auf 230. An der Investition von rund 4,5 Millionen Euro beteiligen sich das Land zu 40 Prozent und der Landkreis zu 30 Prozent. Tobias Schaefer vor der neuen Niederspannungshauptverteilung. Foto: Tobias Schäfer 50 neue KiTa-Plätze in Alsweiler Modernste Energietechnik für die Jüngsten Foto: Neidhardt

6 FAKT kompakt Projekte Programm Am Freitag, dem 13. Juni, hatten alle interessierten Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, das Vitelliusbad bis in den kleinsten Winkel zu besichtigen und das hochmotivierte Personal vor Ort mit Fragen zum Projekt und zum künftigen Schwimmbetrieb zu löchern. Am späten Nachmittag bzw. frühen Abend stand eine tolle Einweihungsparty mit Livemusik auf dem Programm. Am 14. und 15. Juni waren die Becken des Vitelliusbades dann für Jung und Alt zum Schwimmen geöffnet. Über die Tage verteilt hatten die ortsansässigen Vereine und das Personal Tipps und Tricks zum Thema „Schwimmen“ gegeben und verschiedene Vorführungen die Leistungsfähigkeit des neuen Schwimmbades unterstrichen. Das alles bei kostenlosem Eintritt. Um die Besucherströme besser zu steuern, war allerdings an diesem Wochenende eine Anmeldung auf der Homepage des Vitelliusbads erforderlich. An allen drei Tagen sorgte der Betreiber des Vitelliusbad-Kiosks für das leibliche Wohl. Seit dem 16. Juni ist regulärer Schwimmbetrieb geplant und dem Sport- und Freizeitvergnügen dürfte dann nichts mehr im Wege stehen. Projekt Und das erwartet die Besucherinnen und Besucher des neues Bads: Neu sind neben dem Sportbecken mit Sprungtürmen ein Lehrschwimmbecken mit Hubboden, ein Kinderplanschbecken sowie eine Textilsauna im Hallenbad. Für das Freibad wird ein Erlebnisbecken mit Strömungskanal, ein Mehrzweckbecken, ein Kinderplanschbecken mit Spraypark und eine Sommerumkleide errichtet. Das Mehrzweckbecken kann entweder als 50 Meter Sportbecken mit kleinerem Nichtschwimmerbereich oder als 25 Meter Sportbecken mit größerem Nichtschwimmerbereich flexibel je nach Bedarf genutzt werden. Zum Einsatz kommen jeweils zwei 240 kW Holzhackschnitzelkessel, eine 500 kW Solarthermie-Anlage, eine 215 kWpeak Photovoltaik-Anlage sowie ein Gaskessel als Redundanzkessel. Mit an Bord dieses attraktiven Schwimmbadprojekts sind u. a. das Architekturbüro Krieger, der Projektsteuerer CONSTRATA, Landschaftsplaner Schröder und der für die technischen Gewerke verantwortliche Energiedienstleister FAMIS aus der VSE-Gruppe. Weitere Infos: Projektleiter: sven.peter@famis-gmbh.de Bauleiter: felix.rupp@famis-gmbh.de Foto: brainworks Foto: Markus Müller Freitag, der 13. als Glückstag Neues Vitelliusbad in Wittlich ging an den Start Hotelbau an der Saarland Therme kommt gut voran Was lange währt, wird endlich gut: Mitte Juni dieses Jahres ging das neue Vitelliusbad in Wittlich an den Start. Damit verfügt die Region über eines der modernsten und energieeffizienten Kombibäder im Südwesten Deutschlands. Und das wurde vom 13. bis zum 15. Juni für die Öffentlichkeit mit einem umfassenden Rahmenprogramm gebührend gefeiert. Im Spätsommer soll es soweit sein: Dann verfügt das Saarland in Rilchingen-Hanweiler direkt neben der Saarland Therme mit dem künftigen Marrakech-Boutique-Hotel über ein neues touristisches Highlight. Die Bauarbeiten liegen voll im Plan. Das reine Wellness-/ Bademantel Hotel mit 32 großzügig angelegten Zimmern und Suiten nur für Erwachsene ist kein Hotel im klassischen Stil, sondern mit exklusiven Badeelementen gestaltet, d. h. viele Zimmer sind SPA Suiten mit eigenem Whirlpool und Sauna. Bauherr und Betreiber ist die Projektgesellschaft Hotel Saarland Thermen Resort mbH, die die Fa. Schauer & Co. GmbH aus Überlingen als Totalunternehmer beauftragt hat, das bestehende Gebäude zu einem Hotel umzubauen. Bei der Planung der technischen Gewerke für das neue Hotel setzt die Schauer & Co. GmbH auf das Knowhow des bewährten Energiedienstleisters FAMIS aus der VSE-Gruppe. FAMIS ist als erfahrener Partner bereits seit 2012 bei der Wärmeversorgung der Saarland Therme mit im Boot. So hat FAMIS den Auftrag erhalten, ein innovatives Energiekonzept für die Wärme- und Stromversorgung für das Gesamtprojekt zu erarbeiten. Weitere Infos: bernd.brachmann@famis-gmbh.de Foto: Neidhardt Projektteam FAMIS: v.l.n.r. Monika Rauber-Gombler, Bernd Brachmann, Sven Peter, Ute Mayr-Kohr (es fehlt Felix Rupp) Foto: FAMIS

Foto: adobestock FAKT kompakt 7 Kalte Nahwärme heiß begehrt Aus alt mach neu Projekte Dafür hat der Bezirksverband Pfalz als Träger der Bildungseinrichtung den Energiedienstleister aus der VSEGruppe beauftragt, ein kaltes Nahwärmenetz zu planen. Zum Zuge kommen könnten zwei Heizzentralen mit Wärmepumpen. Die Akademie ist Seminar- und Gästehaus zugleich. Angeboten werden vor allem berufliche Weiterbildung für die Mitarbeitenden des Trägers sowie für kommunale Einrichtungen. Sieben Räume für maximal 80 Personen stehen für alle Arten von Tagungen und Seminaren zur Verfügung. Darüber hinaus gibt es 40 Gästezimmer für touristische und geschäftliche Übernachtungen inklusive Rundumservice mit Frühstück, Mittag- und Abendessen. Die Akademie wurde vor knapp 70 Jahren erbaut, beschäftigt zwölf feste Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ist seit fast 30 Jahren in der Trägerschaft des Bezirksverbands Pfalz. Nachhaltigkeit wird in der PfalzAkademie seit jeher großgeschrieben: Ob nun die Reduzierung von CO2Emissionen, Energieeffizienz, Abfallminimierung und Recycling, Infokampagnen oder Förderung der regionalen Wirtschaft. Dafür ist die künftige Nutzung kalter Nahwärme ein wichtiger Baustein. Weitere Infos: www.pfalzakademie.de jan.fehlhaber@famis-gmbh.de martin.reinert@famis-gmbh.de Foto: PfalzAkademie Foto: PfalzAkademie Meldungen +++ Der TÜV Saarland hat das Qualitätsmanagement-System ISO 9001:2015 der FAMIS erfolgreich rezertifiziert und damit bestätigt. Es gilt für die Bereiche Energiedienstleistungen, Ingenieurdienstleistungen sowie Service für Gebäude und technische Anlagen. Das Zertifikat gilt von Juni 2024 bis Juni 2027. +++ +++ Im Ortsteil Neuhäusel in Kirkel beabsichtigen die Gemeindewerke Kirkel, FAMIS mit einer Machbarkeitsstudie zum Aufbau einer Nahwärmeversorgung auf Basis von Wärmepumpen und Solarthermie zu beauftragen. Der Förderbescheid der BAFA steht hierzu noch aus. Das potenzielle Projekt wurde bereits in einer Bürgerversammlung vorgestellt. +++ +++ Das Cloef-Atrium in der Gemeinde Mettlach setzt auf Umweltwärme. Dafür hat FAMIS die vorhandenen Gasthermen durch Wärmepumpen ersetzt und übernimmt auch den Betrieb. +++ +++ Für die Edith-Stein Fachklinik Bad Bergzabern, die zur ctt-Gruppe gehört, erarbeitet FAMIS derzeit ein Konzept zum Repowering des Block-Heizkraftwerks und zum Einsatz von Photovoltaik. Mittelfristig soll die Energieversorgung um Wärmepumpen zur Wärme- und Kälteversorgung erweitert werden. +++ +++ Das Kloster Maria Hilf Tagungs- und Gästehaus in Bühl bei Baden-Baden setzt bei der Neuausrichtung der Energieversorgung auf FAMIS. Dazu wurde in einem ersten Schritt ein Förderantrag zur Durchführung einer Machbarkeitsstudie gestellt. +++ Das Gute liegt so nah: Die PfalzAkademie in Lambrecht setzt bei der künftigen Wärmeversorgung auf das Energie-Know-how der FAMIS. Wärmenetze, darunter versteht man sowohl Fernwärme als auch Nahwärmenetze, kommen vielerorts in Deutschland bereits zum Einsatz, vorausgesetzt, es gibt genügend Einspeisemöglichkeiten in die jeweiligen Wärmenetze und eine ausreichend stabile Abnehmer-Struktur. Dazu zählen industrielle Abwärme als auch Heizkraftwerke oder Block-Heizkraftwerke, die mit Holzhackschnitzel, Pellets, Gas, Biogas oder künftig mit Wasserstoff betrieben werden. En vogue sind derzeit so genannte Quartierslösungen mit kalter Nahwärme, im Prinzip die Nutzung oberflächennaher Geothermie. Dabei wird mittels großtechnischer Wärmepumpen für eine gewisse Anzahl von Gebäuden in einem Viertel Umweltwärme zur Wärmeversorgung in der Grundlast genutzt oder dezentral über kleine Wärmepumpen das notwendige Temperaturniveau erreicht. Solarthermie- oder Holzhackschnitzel-, bzw. Pelletanlagen werden zur Abdeckung von Spitzenlasten eingesetzt. Im Saarland gibt es bereits kalte Nahwärmenetze bzw. sind für Neubaugebiete in Planung. Durch die Verteuerung fossiler Energieträger rücken kalte Nahwärmenetze trotz hoher Anfangsinvestitionen wieder verstärkt in den Fokus. Nahwärme / Kalte Nahwärme Im AWO Seniorenzentrum JohannaKirchner-Haus in Saarbrücken hat FAMIS das in die Jahre gekommene Block-Heizkraftwerk (BHKW) gegen ein Neues ausgetauscht. Das BHKW hat eine Leistung von 51 kW elektrisch und 83 kW thermisch. Der Energiedienstleister, der bereits viele Jahre partnerschaftlich mit der AWO in der Energie- und Wärmeversorgung zusammenarbeitet und an verschiedenen Standorten technische Dienstleistungen erbringt, hat neben Planung und Bau auch die Betriebsführung des BHKWs im Rahmen eines Energiecontractings übernommen. Die gekoppelte Energieerzeugung des BHKW von Strom und Wärme deckt sowohl die thermische als auch die elektrische Grundlast des Energiebedarfs und erspart der Umwelt jedes Jahr rund 137 Tonnen CO2 im Vergleich zur konventionellen Erzeugung. Weitere Infos: detlef.berger@famis-gmbh.de Foto: Armin Neidhardt

IMPRESSUM Herausgeber: FAMIS GmbH | Sitz der Gesellschaft: Saarbrücken | Verantwortlich: Stefan König, Alexander Schmidt | Redaktion: Armin Neidhardt | Gestaltung: Michael Weiss Hauptsitz Preußenstraße 19 66111 Saarbrücken Telefon 0681 607 1000 famis-gmbh.de info@famis-gmbh.de Alzenau Siemensstraße 100 63755 Alzenau Telefon 06023 960 313 Luxemburg 48, route d‘Arlon L-8310 Capellen Telefon 00352 49 62 120 FAKT kompakt 8 Foto: adobestock Trends Genehmigung eines Batteriespeichers: Was zu beachten ist Vor der Inbetriebnahme eines Großbatteriespeichers sind verschiedene Genehmigungsschritte erforderlich. Zunächst muss ein Netzanschluss beim zuständigen Netzbetreiber beantragt werden, der die technischen Bedingungen prüft. Je nach Größe und Standort der Anlage können umfangreichere Verfahren notwendig werden – insbesondere, wenn umweltrechtliche Belange wie der Schutz von Wasser, Boden oder Vegetation betroffen sind. In sensiblen Gebieten, wie etwa Wasserschutzgebieten, gelten zusätzlich verschärfte Anforderungen. Ein umfassendes Brandschutzkonzept ist ebenfalls obligatorisch, ebenso der Nachweis baulicher Voraussetzungen hinsichtlich Lärmschutz und Sicherheitsabständen. Darüber hinaus muss die Speicheranlage in bestehende energiewirtschaftliche Prozesse eingebunden und bei den zuständigen Behörden gemeldet werden. Eine frühzeitige, sorgfältige Planung sowie enge Abstimmung mit Genehmigungsstellen tragen wesentlich dazu bei, Verzögerungen zu vermeiden und einen reibungslosen Projektverlauf sicherzustellen. Großbatteriespeicher sind längst mehr als nur eine technische Innovation – sie haben sich zu einem zentralen Pfeiler moderner Energieversorgung entwickelt. Für Unternehmen aus Gewerbe und Industrie eröffnen sich dadurch neue Möglichkeiten, ihre Energieversorgung wirtschaftlich, zuverlässig und nachhaltig zu gestalten. Speicherlösungen erhöhen die Netzstabilität, verbessern die Integration erneuerbarer Energien und helfen durch gezielte Steuerung von Energieflüssen, die Betriebskosten deutlich zu senken. Technische Funktionsweise und Anwendungen Großbatteriespeicher bestehen aus einer Vielzahl von Batteriemodulen, die – je nach Leistungsbedarf – flexibel zu Containeranlagen kombiniert werden. Diese Systeme speichern elektrische Energie und passen sich dynamisch an Verbrauchs- und Netzanforderungen an. Vor allem bei hoher Netzlast oder schwankenden Strompreisen können Unternehmen so Energie effizient puffern – um sie dann entweder kostengünstig selbst zu verbrauchen oder gewinnbringend ins Netz einzuspeisen. Besonders attraktiv sind Batteriespeicher für Betriebe mit eigenen Photovoltaik- oder Windkraftanlagen: Statt überschüssigen Strom ungenutzt abzugeben, kann er vor Ort gespeichert und zeitversetzt genutzt werden. Das reduziert den Bezug teuren Netzstroms, erhöht die Versorgungssicherheit und macht den Betrieb unabhängiger von äußeren Preisschwankungen. Energiewende im Takt: Großbatteriespeicher als Schlüsseltechnologie für Gewerbe und Industrie Von effizienter Energiespeicherung profitieren Batteriespeicher wirtschaftlich nutzen: Eigenstrom oder Strommarkt? Unternehmen stehen vor einer strategischen Grundsatzentscheidung: Soll der Batteriespeicher primär der Kosten- und CO₂-Reduktion durch Eigenstromnutzung dienen oder als marktorientiertes Instrument zur Erlösmaximierung im Strommarkt? Beide Ansätze haben ihre Vorzüge. Entscheidend ist, welcher langfristig wirtschaftlich und ökologisch rentabler ist. 1. E igenstromnutzung für Kosten und Umweltvorteile Bei dieser Einsatzmöglichkeit setzen Unternehmen den Speicher darauf an, selbsterzeugten grünen Strom jederzeit abrufbar zu halten. Dies senkt die Stromeinkaufskosten, erhöht die Unabhängigkeit von Preisschwankungen und schärft das ökologische Profil des Unternehmens. Nachteil: Auf attraktive Marktchancen wie Regelenergie oder Spitzenlastvergütungen muss verzichtet werden. 2. V ermarktung am Strommarkt zur Erlösoptimierung Hierbei laden Unternehmen den Speicher überwiegend mit extern eingekauftem Graustrom und speisen diesen zu einem optimalen Verkaufszeitpunkt wieder gewinnbringend ins Netz ein. So lassen sich lukrative Zusatzerlöse erzielen, etwa durch Regelenergie oder Arbitragegeschäfte. Nachteil: Der selbstproduzierte grüne Strom kann im Batteriespeicher nicht für die Eigenversorgung genutzt werden, was den Autarkiegrad des Unternehmens schmälert. Unternehmen müssen also prüfen, ob sie Kosten und CO₂ Stabilität durch Eigenstrom priorisieren oder die Schwankungen und Chancen des Strommarkts zur Erlösmaximierung nutzen wollen. Der Weg zur passenden Lösung – kompetent begleitet Ein Großbatteriespeicher birgt viele Chancen, aber auch einige Fragen: Lohnt sich Eigenverbrauch oder doch die Vermarktung am Strommarkt? Welche Technik passt zum Standort? Und was ist bei Genehmigungen zu beachten? Hier kommt die FAMIS ins Spiel: Gemeinsam mit den Expert*innen der VSE-Gruppe entwickeln wir maßgeschneiderte Konzepte, die Technik, Wirtschaftlichkeit und regulatorische Anforderungen perfekt miteinander verbinden. Dank unserer umfassenden Marktkenntnis und der engen Zusammenarbeit innerhalb der VSEGruppe können wir bereits in der Planungsphase effiziente Vermarktungskonzepte integrieren – für maximale Rentabilität und langfristigen Erfolg. So entstehen Lösungen, die nicht nur heute, sondern auch in Zukunft effizient, nachhaltig und zukunftssicher sind. Weitere Infos: alexander.schmidt@famis-gmbh.de

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