FAKT kompakt 04/2024

Coole Ideen für mehr Energieeffizienz 6 FAKT kompakt Projekte «Immer mehr Strom wird in Deutschland aus erneuerbaren Energiequellen erzeugt, gleichzeitig steigt der Strombedarf durch verstärkte Nutzung von E-Autos und Wärmepumpen. Strom aus Sonne und Wind muss daher zu bestimmten Zeiten steuerbar gemacht werden und dafür müssen wir verstärkt in die Umsetzung kommen, zum Beispiel durch mehr Eigenverbrauch, was immer geht, oder durch Einschränkungen oder durch Marktanreize. Falls es zu kritischen Situationen im Stromnetz kommen sollte, da beispielsweise zu viele E-Autos gleichzeitig in einer Straße geladen werden, sorgt der bereits vorhandene Rechtsrahmen dafür, dass Netzbetreiber korrigierend eingreifen dürfen, indem die volle Leistung ohne Abschaltung für die Verbraucher gedimmt wird. Gleichzeitig sind die Netzbetreiber angehalten, ihre Netze vorausschauend und bedarfsgerecht auszubauen.» Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur: Strom aus Erneuerbaren steuerbar machen Klimaschutzgesetz beschlossen Der Saarländische Landtag hat mit den Stimmen der SPD Mitte November das saarländische Klimaschutzgesetz und das dazugehörige Klimaschutzkonzept beschlossen. Vorgesehen ist, dass das Saarland bis 2030 65% weniger CO2 produziert als 1990. Im zuständigen Ausschuss waren zuvor mehr als 100 Verbände und Vereine zum Gesetz gehört worden. 45 Maßnahmenbündel für den Klimaschutz und 17 für die Klimafolgenanpassung wurden beschlossen. Rund 1,5 Mrd. Euro will das Land dafür in die Hand nehmen, größtenteils aus dem Transformationsfonds. Das Klimaschutzkonzept soll durch den aktiven Beitrag aus Wirtschaft, Gesellschaft und jeder Saarländerin und jedem Saarländer zu einem tragfähigen Handlungsleitfaden für Klimaschutz und Klimafolgeanpassung werden. Es handelt sich außerdem um ein Instrumentarium, das die Klimaschutz-Maßnahmen mit Zahlen hinterlegt und sie damit langfristig bewerten lässt. Maßnahmen für den Klimaschutz sind unter anderem die Transformation der saarländischen Industrie durch Grünen Stahl, die Mobilitätswende mit der Forcierung eines weniger motorisierten Individualverkehrs und die Förderung gesunder und klimaresilienter Wälder. Zu den Klimaanpassungen gehört der Ausbau des kommunalen Hochwasser- und StarkregenschutServerräume brauchen Strom und Kälte, damit sie rund um die Uhr einwandfrei funktionieren. Die VSE NET, die eine Vielzahl an Serverräumen und Rechenzentren an unterschiedlichen Standorten allen voran im Saarland betreibt, hat FAMIS damit beauftragt, sukzessive die Klimatisierung in den jeweiligen Räumen technisch und energetisch auf den neuesten Stand zu bringen. In der VSE-Hauptverwaltung werden künftig zwölf neue Kühlaggregate mit einer installierten Kälteleistung von 300 kW für die benötigte Kälte zur Kühlung der Serverräume sorgen. Zum Vergleich: eine herkömmliche Klimaanlage in einem gedämmten Privathaus braucht ca. fünf kW Kälteleistung zur Abkühlung eines 50 m2 großen Wohnraums. In der Hauptverwaltung kommt eine so genannte Hybridkühlung zum Einsatz, d. h. in den neuen Klimaschränken ist jeweils ein Kompressor für die Direktverdampfung integriert und zusätzlich gibt es eine freie Kühlung auf dem Dach. Damit kann vor allem in der kalten Jahreszeit die Außenluft zum Kühlen der Räume genutzt werden. Das spart jede Menge Energie ein. Die neue Anlage ist so konzipiert, dass sie auch bei nicht ganz so kalten Temperaturen die benötigte Kaltluft von draußen bereits vorkühlen kann. Die alten Kühlaggregate sind bereits ausgebaut, so dass noch in diesem Jahr mit den Rohrnetzarbeiten und dem Abbau der Rückkühlaggregate auf dem Dach der VSE begonnen werden kann. Läuft alles planmäßig, wird die neue Serverraumkühlung im ersten Quartal 2025 in Betrieb genommen. FAMIS hat dafür die komplette Planung inklusive Berechnung sowie die Ausführung und Bauleistung übernommen. Die Umbaumaßnahme erfolgt im Bestand. Planung und Bereitstellung von Kältedienstleistungen gehören zum Portfolio des Energiedienstleisters FAMIS. Weitere Infos: jens.mathis@famis-gmbh.de zes, die Erstellung eines Hitzeaktionsplans sowie die Entlastung der Kanalisation und Kläranlagen durch die Aktion Wasserzeichen. In der VSE-Hauptverwaltung strukturiert der Energiedienstleister FAMIS die Serverraumkühlung komplett neu im Rahmen eines bestehenden Contracting-Vertrags. Mit dem Austausch der in die Jahre gekommenen Kühlaggregate wird künftig wertvolle Energie eingespart, die Ausfallsicherheit erhöht und dem zusätzlichen Leistungsbedarf an Rechnerkapazitäten entsprochen. Auftraggeber der FAMIS ist der Telekommunikationsdienstleister VSE NET. Jens Mathis vor den alten Rückkühlanlagen auf dem Dach der VSE-Hauptverwaltung. Foto: Armin Neidhardt

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